Das Insti­tut

Unse­re Phi­lo­so­phie

Nomen est Omen – auch beim Insti­tut für Ganz­heit­li­che Bewegungs­therapie.

Anhand der Begrif­fe Ganz­heit­lich­keit, Bewegungs­therapie und Insti­tut las­sen sich unse­re Phi­lo­so­phie, unse­re Ent­ste­hungs­ge­schich­te und die theo­re­ti­schen Hin­ter­grün­de gut erklä­ren.

Das Prin­zip der Ganz­heit­lich­keit – Berück­sich­ti­gung von Kör­per, Psy­che und sozia­lem Umfeld

Die ganz­heit­li­che Betrach­tung und Behand­lung unse­rer Pati­en­ten ist das Fun­da­ment unse­rer prak­ti­schen Arbeit. Aber was ver­ste­hen wir eigent­lich unter dem Begriff Ganz­heit­lich­keit?

In allen unse­ren the­ra­peu­ti­schen Maß­nah­men berück­sich­ti­gen wir grund­sätz­lich die fol­gen­den drei Dimen­sio­nen der Ganz­heit­lich­keit:

  • Die kör­per­li­che Ganz­heit beschreibt den mensch­li­chen Kör­per als ein kom­ple­xes, zusam­men­hän­gen­des Sys­tem, wobei auch weit von­ein­an­der ent­fern­te Kör­per­tei­le mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Bei­spiels­wei­se kann eine Fuß­fehl­hal­tung die Ursa­che für Nacken­schmer­zen sein oder eine Schwä­chung der Rumpf­mus­ku­la­tur beein­träch­tigt die Geh­be­we­gung. Wir betrach­ten alle Kör­per­struk­tu­ren, die in die jewei­li­ge Bewe­gung ein­be­zo­gen wer­den.
  • Bei der psy­cho­so­ma­ti­schen Ganz­heit wer­den Kör­per und Psy­che als soge­nann­te „ein­heit­li­che Zwei­heit“ ver­stan­den. So kön­nen Angst, Stress und Über­for­de­run­gen zu Ver­span­nun­gen, sogar zu einem Erschöp­fungs­zu­stand – Burn-Out – füh­ren. Umge­kehrt haben kör­per­li­che Beschwer­den oft nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf das see­li­sche Befin­den.
  • Die sozia­le Ganz­heit befasst sich mit der Wech­sel­wir­kung zwi­schen kör­per­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen und sozia­lem Umfeld. Ein Mensch, der in sei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­on oder Mobi­li­tät ein­ge­schränkt ist, hat oft auch Pro­ble­me, sozia­le Kon­tak­te auf­zu­bau­en oder zu pfle­gen. Zusätz­lich reagiert auch das Umfeld oft mit Vor­be­hal­ten auf die­sen Men­schen. Das führt zu Frus­tra­ti­on und Nie­der­ge­schla­gen­heit.

In unse­ren Behand­lungs­an­sät­zen berück­sich­ti­gen wir also nicht nur die kör­per­li­chen Beschwer­den unse­rer Pati­en­ten, son­dern bezie­hen gezielt auch die psy­chi­sche Ebe­ne und das sozia­le Umfeld mit ein.

Bewe­gun­gen sind prak­tisch die ein­zi­gen direk­ten Ein­wir­kungs­mög­lich­kei­ten des Men­schen auf sei­ne Umwelt. Sie sind untrenn­bar ver­wo­ben mit jenen Absich­ten, Wün­schen und Bedürf­nis­sen, mit denen sich das Sub­jekt auf sei­ne Umge­bung und auf sich selbst bezieht.“

Loosch et.al.

Ver­tie­fen­de Infor­mationen:

Bewegungs­therapie – Wir­kung durch Selbst­bewegung

Die Bewegungs­therapie ist der Schwer­punkt unse­rer the­ra­peu­ti­schen Maß­nah­men. Sie basiert auf dem Prin­zip der soge­nann­ten akti­vie­ren­den Selbst­bewegung.

Ein stein­zeit­li­cher Kör­per in einer tech­ni­sier­ten Welt

Wir leben in unse­rer heu­ti­gen tech­ni­sier­ten Welt in einem Kör­per, der wei­test­ge­hend noch an die stein­zeit­li­chen Bedin­gun­gen ange­passt ist. Um zu ver­ste­hen, wel­che Bewe­gun­gen heu­te gesund sind, lohnt sich der Blick auf das mensch­li­che Leben in frü­he­ren Zei­ten. Damals muss­te der Mensch sämt­li­che Tätig­kei­ten durch Selbst­bewegung und Mus­kel­kraft aus­füh­ren: wei­te Stre­cken lau­fen, sprin­gen, sich stre­cken, sich bücken, kämp­fen, krie­chen, Gegen­stän­de heben, tra­gen und weg­drü­cken, …

In der Therapie knüp­fen wir genau an die­sem Punkt an. Der Pati­ent wird die­sen ursprüng­li­chen Lebens­be­din­gun­gen spie­le­risch aus­ge­setzt, natür­lich ent­spre­chend sei­ner indi­vi­du­el­len Mög­lich­kei­ten. Er muss dabei aus sich selbst her­aus aktiv wer­den und löst die Übun­gen durch Selbst­bewegung. Er wird dabei nicht in star­re Fit­ness­ge­rä­te ein­ge­spannt, son­dern stellt sich den ursprüng­li­chen und aktu­el­len Anfor­de­run­gen des All­tags und wird so auch für das ganz nor­ma­le Leben geschult. Die Übun­gen wer­den meist mit “Low-Tech-Gerä­ten” wie Sei­len, Bäl­len oder Gewich­ten durch­ge­führt. Wie mit Lego­stei­nen, las­sen sich so vie­le und vari­an­ten­rei­che Bewe­gungs­auf­ga­ben umset­zen und auch zu Hau­se anwen­den.

 

Ver­tie­fen­de Infor­mationen:

Bewe­gung als Schlüs­sel für Gesund­heit

Die Kennt­nis über die Wir­kungs­wei­sen von Bewe­gung sind ins­be­son­de­re für Men­schen mit schwe­ren Beein­träch­ti­gun­gen und deren Betreu­er wich­tig, da es (gera­de bei Roll­stuhl­fah­rern und Tetra­ple­gi­kern) zu unzu­rei­chen­den Bewe­gungs­ak­ti­vi­tä­ten kommt und das Risi­ko von Krank­hei­ten und Ver­let­zun­gen somit gestei­gert wird.

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Das Insti­tut oder Wir und die Wis­sen­schaft

Zur Geschich­te

Wie der Name „Insti­tut“ bereits ver­mu­ten lässt, gehen unse­re Anfän­ge auf eine uni­ver­si­tä­re Ein­rich­tung zurück. In den heu­ti­gen Räu­men unse­rer Pra­xis war frü­her ein Fach­be­reich des Sport­in­sti­tuts der Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver ansäs­sig. Im Jahr 2003 über­nahm der ehe­ma­li­ge Pro­fes­sor für Sport­wis­sen­schaft Prof. Dr. Hans-Jür­gen Dor­del die Räum­lich­kei­ten und eröff­ne­te das Insti­tut für Ganz­heit­li­che Bewegungs­therapie.

Dr. Micha­el Utech

2017 über­nahm Dr. Utech das Insti­tut. Er arbei­tet seit 2003 in der Pra­xis für Ganz­heit­li­che Bewegungs­therapie, die er im August 2017 von Pro­fes­sor Dr. Hans-Jür­gen Dor­del über­nom­men hat. Dr. Utech hat nach sei­nem erfolg­reich abge­schlos­se­nen Magis­ter­stu­di­um mit dem eher natur­wis­sen­schaft­lich ori­en­tier­ten Haupt­fach Sport-Reha­bi­li­ta­ti­on und Prä­ven­ti­on sowie den Neben­fä­chern Sozi­al­psy­cho­lo­gie und Betriebs­wirt­schafts­leh­re unter dem Dach der Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät der Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver über die psy­cho­so­ma­ti­schen und psy­cho­so­zia­len Zusam­men­hän­ge des Men­schen pro­mo­viert. Ins­be­son­de­re wur­den die­se Zusam­men­hän­ge bei Men­schen mit schwe­ren gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen unter­sucht. Der Titel sei­ner Dis­ser­ta­ti­on lau­tet: Der Natu­ra­lis­mus in der Heil­kun­de. Eine kri­ti­sche Betrach­tung zur phi­lo­so­phi­schen Begrün­dung einer ganz­heit­lich ori­en­tier­ten Bewegungs­therapie. Zusätz­lich hat Dr. Utech ver­schie­de­ne Fort­bil­dun­gen u. a. zum Medi­zi­ni­schen Trai­nings­the­ra­peut und eine Fort­bil­dung in der Matrix-Rhyth­mus-Therapie bei Dr. Ran­doll absol­viert. Dr. Utech ist seit 2016 Mit­glied der Vik­tor von Weiz­sä­cker Gesell­schaft.

Wis­sen­schaft­li­che Grund­la­gen

Die Berück­sich­ti­gung natur­wis­sen­schaft­li­cher, psy­cho­lo­gi­scher, sozio­lo­gi­scher und ver­schie­de­ner phi­lo­so­phi­scher Disziplinen, die selbst aus phi­lo­so­phisch-erkennt­nis­theo­re­ti­scher Sicht reflek­tiert und zuein­an­der in Bezug gesetzt wer­den sowie die Ver­wen­dung der akti­vie­ren­den hand­lungs­ori­en­tier­ten Selbst­bewegung des Men­schen als wich­tigs­tes Heil­mit­tel, das mit­hil­fe all­tags­ori­en­tier­ten, indi­vi­du­el­len und varia­blen Bewe­gungs­auf­ga­ben her­vor­ge­bracht wird macht das Kon­zept des Insti­tuts für Ganz­heit­li­che Bewegungs­therapie ein­zig­ar­tig.

Ver­tie­fen­de Infor­mationen:

Wis­sen­schaft­li­che Disziplinen

In unse­rer prak­ti­schen Arbeit bedie­nen wir uns fach­über­grei­fend aus fol­gen­den wis­sen­schaft­li­chen Disziplinen: Natur­wis­sen­schaf­ten, Geis­tes­wis­sen­schaf­ten, trans­dis­zi­pli­nä­re Wis­sen­schaf­ten.

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Ver­tie­fen­de Infor­mationen

Die Vik­tor von Weiz­sä­cker Gesell­schaft

Die Vik­tor von Weiz­sä­cker Gesell­schaft wur­de am 11. Dezem­ber 1994 in Han­no­ver gegrün­det und dient laut ihrer Sat­zung „der Pfle­ge und Ver­brei­tung des Wer­kes Vik­tor von Weiz­sä­ckers und der von ihm begrün­de­ten Medi­zi­ni­schen Anthro­po­lo­gie.“

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Der Gestalt­kreis

Der Begriff des „Gestalt­krei­ses“ wur­de von dem Medi­zi­ner Vik­tor von Weiz­sä­cker geprägt und beschreibt den Pro­zess gegen­sei­ti­ger Anpas­sung von Kör­per und Umfeld.

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Pra­xis für Phy­sio- und Ergo­the­ra­pie

Bewegungs­therapie und Bewe­gungs­bad
am Anna­stift Han­no­ver